Im Schnee träumen vom eigenen Haus

11März

Im Schnee träumen vom eigenen Haus

– Von Michael Diekmann und Hans-Werner Büscher (Fotos)

Bielefeld (WB). »Wenn es draußen schneit, gehen die Bielefelder zur Immobilienmesse«, freut sich Veranstalter Rolf Herrmann. Allerdings: Gegen Arminias Derby am Samstag konnte die Messe in der Stadthalle nichts ausrichten.

Entsprechend boomten die inzwischen 15. Immobilientage vom Rolf Herrmann und Jochen Beck insbesondere am Sonntag. Volles Haus, zahlreiche Beratungsgespräche und die Vereinbarung vieler Anschlusstermine stehen für den Erfolg. Erstmals hatte die Messe in diesem Jahr neue Messe- und alte Stadthalle belegt. Der Rundlauf, freut sich Beck, ist für die Besucher ideal: »Für uns ist es schwieriger, die Besucherzahlen zu beobachten.« Die neue Messehalle, ausgebucht mit Spezialisten der Fachbereiche Sanieren, Renovieren und Energiesparen, zeigte die aktuellen Tipps für Immobilienbesitzer auf, die in ihr Objekt investieren wollen. So wie bei Raine Clayton für ein neues Bad aus einer Hand.

Anlagenmechanikermeister Björn Philipp zeigt, dass die Vernetzung verschiedener Energieträger von Holz bis zu Solarthermie entscheidende Vorteile hat. Wobei schlaue Computer immer mehr individuelle Steuerarbeit des Betreibers ersetzten. Jochen Beck: »Allein sieben Solarfirmen stellen in der Halle aus.« Die Nachfrage nach Strom und insbesondere Wärme vom Dach ist ungebrochen. Dazu kommen interessante Angebote und Fördermöglichkeiten für so genannte Blockheizwerke. Kurz BHKW. Europa möchte die Zahl der BHKWs erhöhen. Die ganze Vielfalt der Immobilien gibt es in der Stadthalle selbst. Arbeitstitel: Bauen, Kaufen, Finanzieren. Viele möchten in die Stadt, Familien in funktionierende Stadtteile. Geförderter Wohnungsbau feiert sein Comeback. Und schafft, wie bei Gerd Weichyniks Projekt an der Königsbrügge, einen großen Anteil an attraktivem Wohnraum in bester Infrastruktur.

Während Michael Fredebeul mit hochwertigen Wohnungen und stilvoller Fassade seinen Beitrag zum Wohnen in der Stadt leistet, hat Viola Johannesmann bei Stracke die Wahl zwischen Penthouse in Theesen oder Jugendstil im Westen: »Beides ist gefragt.«

Gekauft wurde schon während der Messe. Das größte Problem der 100 Aussteller kennt Johanna Klemme (Sparkasse) trotz 150 Exposés nur zu gut. Weil Betongold gefragt und der Zins niedrig ist, wird es schwerer, an gute Objekte für sein Angebot zu kommen. Kurz: Haus geht immer.

Westfalen-Blatt, 11.03.2013

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